Literatur

2025 habe ich meinen Roman »Quast« abgeschlossen - ein literarisches Vexierspiel über zehn Zeitebenen, kunstvoll verschlungen und spannend wie ein Krimi. Eine wilde Geschichte, die in eine Welt voller Abgründe und Leidenschaften führt, immer am Puls der Zeit.

Raster aus verschiedenfarbigen grünen und blauen Quadraten, jedes mit einer Jahreszahl von 1972 bis 2015 beschriftet. In der Mitte ist das Wort "QUAST" in weißen Buchstaben diagonal von links unten nach rechts oben angeordnet.

Quast

Roman in 100 Kapiteln

Episches Portrait unserer Gegenwart. Entwicklungsroman, Familienroman, Zeitroman und Liebesroman, voller Abenteuer, Figuren und Schauplätzen. Über Politik und Moral, über Betrug und Verrat, über Kunst und Wahrheit, eine Parabel über die Zufälle und Schläge eines unberechenbaren Schicksals. Über die vielen kleinen Tode, die man stirbt – dem Ende von Freundschaft, Vertrauen und Liebe.

Joachim Hoell erzählt über einen Zeitraum von fünfzig Jahren das Leben des Robert Quast. In zehn Zeitebenen mit jeweils zehn Kapiteln, kunstvoll miteinander verschlungen in ihrer asynchronen Struktur, treibt der Roman seinen Protagonisten durch die Geschichte und zurück, und macht für den Leser die Synchronizität von Erfahrenem, Erlebtem und Erinnertem in einer einzigartigen Textur gegenwärtig. Aus den hundert Kapiteln setzt sich ein Mosaik aus persönlichen Geschichten und geschichtlichen Ereignissen zusammen, mit historischen Zeitmarken wie dem Sommer der Olympiade in München 1972, dem Deutschen Herbst 1977, Tschernobyl 1986, dem Mauerfall 1989, 9/11 bis zu Pandemie und Krieg 2022.

Robert ist ein Suchender, der aus dem Bewusstsein der Finalität seine Freiheit schöpft. Seine Suche nach einem Ort im Leben, nach einer Frau und einer Berufung führt ihn aus der Enge der Provinz in die Ferne, er arbeitet in München auf einer Todesstation im Krankenhaus, als Sargträger und Behindertenbetreuer in Berlin, wirkt als Unternehmensberater in London und New York, gründet in Barcelona eine Kunstgalerie, reist lebens- und liebeshungrig durch die Welt. 

Roberts Weltläufigkeit wie die Globalität des Romanpersonals überschreiten kulturelle und sprachliche Schranken. In Angesicht aktueller Krisenerfahrungen erweist sich Roberts Sinnsuche durch die Zeiten als tröstlich, nicht zuletzt wegen seiner Sicht auf den Weltenlauf, seinem Humor und seiner Lebensfreude.

Eine anrührende, verspielt leichte und philosophisch ambitionierte Geschichte, getragen von der Hoffnung auf ein anderes, ein besseres Leben.